Liquidität ist für Betriebe jeder Größe gerade jetzt wichtiger denn je, um die eigenen offene Forderungen fristgemäß und in voller Höhe ausgleichen zu können.

Es ist daher unbedingt erforderlich, jetzt im Rahmen des Liquiditätsmanagements durch die hauseigene Buchhaltung oder den Steuerberater zu prüfen, ob genügend liquide Mittel vorhanden sind, um die laufenden Rechnungen bezahlen zu können, und keine Mahnungen zu erhalten.

Um die (kurzfristige) Liquidität des eigenen Unternehmens zu erhöhen, sind einige Stellschrauben einzustellen:

  1. Zahlungsfristen und Skonto:Prüfen Sie Ihre Zahlungsziele für neue Rechnungen und passen Sie diese gegebenenfalls an Ihre aktuelle Situation an. Überlegen Sie auch Skonto anzubieten – beide Maßnahmen können zu einer schnelleren Zahlung führen.
  2. Erinnern und mahnen:Prüfen Sie Ihren Mahnlauf bzw. den offenen Forderungsbestand auf überfällige Zahlungsfristen und bieten Sie Lösungen, damit das Geld wieder zu fließen beginnt.
  3. Zahlungstelefonie:Treten Sie mit Ihren Kunden in Kontakt – am besten mit aktiver Zahlungstelefonie – ein Blick auf die offene Postenliste sichert Ihnen einen rascheren Zahlungsfluss und zusätzliche Informationen zur Einschätzung Ihrer Außenstände. Erinnern Sie Ihre Kunden mit proaktiver und freundlicher Mahntelefonie bereits ab dem ersten Tag der Fälligkeit. Durch den persönlichen Kontakt zum Schuldner erfolgt eine schnelle und valide Informationsbeschaffung über die Situation des Schuldners und die Gründe des Zahlungsverzuges.
  4. Rechtsanwalt & Inkassobüro:Wenn alle Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, dann nehmen Sie einen Rechtsanwalt oder ein Inkassobüro in Anspruch. Handelt es sich um eine unbestrittene Forderung, reicht im Regelfall der Einsatz eines Inkassounternehmens aus. Der Rechtsanwalt hingegen ist die richtige Wahl, wenn die Forderung vom Kunden bestritten wurde und damit zu rechnen ist, dass der Fall vor Gericht landet.

Franz Tausch, Geschäftsführer KIMI-Plus GmbH